Greenscreen & Licht

Greenscreen & Licht

Wer beim Streamen eine Facecam nutzen möchte, stört sich womöglich an dem eigenen Hintergrund. An dieser Stelle kommt ein sogenannter Greenscreen zum Einsatz. Dieser wird hinter dem Streamer positioniert und vom Computer im Anschluss herausgerechnet. Alles, was es zum Greenscreen zu wissen gibt, wird auf dieser Seite erläutert. Gegen Ende dieses Beitrags gibt es noch ein Beispielvideo, wie ein entsprechendes Streaming Setup mit Greenscreen aussehen kann.

Greenscreen – Was braucht man (Anleitung)?

Zum Einstieg eignet sich eine kleine Anleitung in Sachen Greenscreen. Für den Start wird nicht allzu viel benötigt:

  • Greenscreen
  • Licht (für die Ausleuchtung)
  • Webcam / Facecam
  • Bearbeitungsprogramm

Bei den einzelnen Punkten gibt es wiederum Unterschiede in den Ausführung und der Qualität, was sich unweigerlich auf den Preis auswirkt. Die Teile des Setups werden nun einzeln näher beleuchtet.

Wie funktioniert der Greenscreen?

Wie bereits eingangs erwähnt, wird ein Video (oder Livestream) als Grundlage genommen, das vor einem Greenscreen gefilmt wurde. Das Bild sollte gleichmäßig ausgeleuchtet sein und Schatten sind zu vermeiden.

Im Bearbeitungsprogramm wird anschließend das sogenannte Chroma Keying durchgeführt. In diesem Schritt wird der grüne Farbteil aus dem Bild entfernt und die zu sehende Person freigestellt. Danach folgt das Compositing, wo dem Bild ein Hintergrund hinzugefügt wird. Dies kann ein Bild oder ein anderes Video sein.

Welche Kamera für den Greenscreen?

Grundsätzlich ist es egal, welche Kamera für den Greenscreen zum Einsatz kommt. Immerhin entsteht das Ergebnis am PC. Wichtig ist zu bedenken, dass für ein gutes Bild auch entsprechend in eine gute Kamera investiert werden muss.

Wer beispielsweise lediglich einen Greenscreen für Livestreams und somit für die Facecam nutzt, kann beruhigt auf eine gute Webcam zurückgreifen. Aufwendigere Videoproduktion, wo die Person bspw. in Vollbild zu erkennen ist, sollten mit einer entsprechend besseren Kamera angefertigt werden. Auch ein aktuelles Smartphone kann womöglich die eigenen Anforderungen erfüllen.

Oft empfohlene Videokameras sind unter anderem von Canon, Sony, Lumix und Co. Diese Hersteller verfügen über verschiedene Kameras in den verschiedensten Preiskategorien.

Welches Licht? Greenscreen richtig ausleuchten

Für ein gelungenes Bild bedarf es einer ordentlichen Ausleuchtung. Dies ist heutzutage nicht mehr allzu teuer und sehr einfach zu realisieren. So gibt es Softboxen (Amazon*) bereits für gut 20 Euro im zweier Set, womit eine ausreichende Ausleuchtung möglich ist. Wer über nicht so viel Platz im Zimmer verfügt, kann auch LED-Lichter (Amazon*) zurückgreifen. Diese sind jedoch in der Anschaffung deutlich teurer und kosten um die 100 Euro. Dafür können sie zusätzlich in ihrer Leuchtstärke gedimmt werden. Für den Anfang (und mit ausreichend Platz) sollten jedoch Softboxen ausreichen.

Bei der Ausleuchtung gilt es mögliche Schatten zu vermeiden. Aus diesem Grund wird die Person von links und rechts gleichermaßen beleuchtet. Die Feinjustierung der Übergänge von Greenscreen zur Person werden anschließend noch am PC angepasst.

Welcher Greenscreen ist der beste?

Auch die Greenscrenes gibt es in verschiedenen Ausführungen. Viele basteln sich sogar einen eigenen. Für diese Variante wird grüner Stoff, grüne Farbe oder aber einfach grünes Papier verwendet, um für den entsprechenden Hintergrund zu sorgen. Allerdings ergibt sich beispielsweise bei Stoff das Problem, dass dieser Falten wirft und so nicht immer sauber ausgeleuchtet werden kann. Das Ergebnis ist dann ein unschönes Bild. Bei einem DIY-Greenscreen ist es wichtig, dass dieser sauber und glatt erstellt wird.

Deutlich einfacher geht es mit einem bereits fertigen Screen, der entweder auf einem Ständer fest montiert ist oder aber sich beispielsweise ausziehen lässt. Letzteres eignet sich für kleine Räume oder für den Fall, dass der Streamingplatz nur temporär besteht. Hier zählt der Corsair Elgato Greenscreen (Amazon*) zu den bekanntesten Vertretern. Die Qualität überzeugt und Dank der Bauform ist er auch einfach zu verstauen. Im Gegenzug müssen 150 Euro hingeblättert werden. Einfachere (und feste) Screens gibt es für ca. 40-50 Euro (Amazon*).

Greenscreen Bearbeitungsprogramm

Für die Postproduktion eines vor einem Greenscreen gedrehten Videos gibt es eine Vielzahl an möglichen Bearbeitungsprogrammen. Zu den bekanntesten Vertretern zählen:

iMovie (macOS) und DaVinci Resolve sind kostenlose Videobearbeitungsprogramme. Besonders DaVinci Resolve erfreut sich einer immer größer werdenden Beliebtheit, da das Programm einen großen Funktionsumfang bietet. iMovie hingegen ist recht simpel gehalten und standardmäßig auf jedem Mac vertreten. Mit allen Programmen lassen sich gewünschte Videos bearbeiten, also der Greenscreen durch einen Hintergrund ersetzen.

OBS ist in dem Sinne kein Videobearbeitungsprogramm, sondern eine kostenlose Open-Source-Software für Videoaufnahmen und Live-Streaming. Erhältlich ist diese Software für Windows, macOS und Linux. Der Funktionsumfang ist dabei sehr breit gefächert, weshalb sich dieses Programm hervorragend für das Streaming nutzen lässt. Dort ist unter anderem die Funktion integriert, einen Greenscreen auszublenden und durch den gewünschten Hintergrund zu ersetzen.

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